Lancet - Neustes aus der Forschung


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Forschungen zur Aufnahme von Enzym bei der Enzym - Ersatz- bei Morbus Gaucher Tpy 1 Patienten wurden an der Universität von Cambridge Clinical School, Addenbrooke's Hospital, Cambridge, von Dr. Pram Mistry, Dr. Philip Wraight und Prof. Timothy Cox durchgeführt. Die Ergebnisse wurden in der medizinischen Fachzeitschrift , The Lancet, am 7 Dezember 1996 veröffentlicht. Im Folgenden finden Sie eine Kurze Zusammenfassung:

Die Aufnahme und die Verteilung im Gewebe wurde mit Hilfe von radioaktiv markiertem Enzym (Glucocerebrosidase) bei neun Versuchspersonen untersucht. Es nahmen drei Männer und Fünf weibliche Morbus Gaucher Patienten sowie eine gesunde Kontrolperson an der Studie teil. Bei fünf der Patienten war die Milz entfernt (Splenectomy) Alle Teilnehmer hatten bereits Ceredase (Glucocerebrosidase) in einer Dosis von 5 Units per Kg Körpergewicht zweimal die Woche bekommen. (Gesamtdosis 40 Units pro Monat). Alle Teilnehmer zeigten klinisch und durch Laborwerte belegt zufriedenstellende Anzeichen einer Reaktion auf die Behandlung. (mit Ausnahme von einem Patienten der auf einen Behandlung mit 35 u/kg Infusion einmal die Woche über 6 Monate nicht reagierte).

Das markierte Enzym war schnell aus dem Blutstrohm verschwunden mit einer "half-life" Zeit vorn 4-7 Minuten. ("half - life" Zeit gibt die Zeit an die benötigt wird damit die Haelfte also 50% des gegebenen Enzyms aus dem Blutstrom verschwunden ist - und in die Gaucher Zellen aufgenommen wurde). Es war eine rapide Aufnahme in die Leber meßbar, ( ca. 30 % der Ausgangsdosis in der Milz waren 15 % und im Knochenmark 40-55% des markierten Enzyms meßbar. Das markierte Enzym (tracer) was verschwand sehr schnell wider aus der Leber und Milz mit einer "half-life" Zeit von 1-2 Stunden die verbleibenden 45-60% des hier aufgenommenen Enzyms verschwand (wurde Verbraucht ) nur langsam mit einer "half-life" Zeit von 34-42 Stunden erst dann war in Leber und Milz kein aus der Infusion stammendes Enzym nachweisbar. Die "half-life" Zeit im Knochenmark betrug 14.1 Stunden.

Die Enzymaufnahme war intensive und homogen in der ganzen Leber bei allen Teilnehmern.. Die Aufnahme in die Milz war bei einigen Patienten ungleichmäßig da diese Patienten bereits Milz Fibrose ( Narbenbildung) und Milzinfarkte hatten. Eine bedeutende Enzymaufnahme in das Knochenmark war bei dieser Studie zu beobachten ,insbesondere dort wo eine starke Knochenschaedigung vorhanden war. Die Aufnahme in das Knochenmark stieg innerhalb der ersten 4 Stunden nach der Infusion kontinuierlich an. Bei den gesunden Kontrollpersonen war im Gegensatz zu den Gaucher Patienten keinen bedeutende Aufnahme ins Knochenmark festzustellen.

Bei dieser Studie wurde eine Dosis von 5 u/kg Körpergewicht des markierten Enzyms bei allen Teilnehmern verwendet. Wurde einen sieben mal höhere Dosis von 35 u/kg in 60 Min. gegeben war die Rezeptor vermittelte Aufnahme gesättigt ( wie bereits aus anderen Studien bekannt ist ) dies zeigte sich dadurch daß das Enzym nun 12 anstatt von 4 Minuten im Blutstrom nachweisbar war.

Andere Veröffentlichungen (Referenzen) Therapeutische Aufnahme von Proteinen in Makrophaben : Folgerungen fuer die Behandlung von Morbus Gaucher.


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Therapeutic Delivery of Proteins to Macrophages: Implications for Treatment of Gauchers Disease, The Lancet, Vol 348, Dec 7 1996. Leider ist dieser Artikel nicht auf der Lancet Internet Seite zu bekommen.

Quelle: Gauchers News Februar 1997

© Copyright urheberrechtlich Gauchers Association 1997